Vielfältige Förderung für das Modellprojekt

Gemeinschaftliches Wohnen ermöglicht Menschen im Alter und bei Hilfe- und Unterstützungsbedarf eine selbstbestimmte und selbstständige Lebensführung.

Wohnprojekte können eine soziale Bezugsgruppe jenseits der Familie bieten – und gleichzeitig der  sozialen Isolation und Vereinsamung, die häufig mit sinkender Mobilität im Alter einhergeht, vorbeugen.

Mit Blick darauf, dass neue solidarische Netzwerke Menschen ein Altern in Würde ermöglichen können, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Kooperation mit der Bundesvereinigung des „FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e. V.“ das Modellprogramm „Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben“ aufgelegt.

Gefördert werden beispielgebende und innovative gemeinschaftliche Wohnprojekte – mit dem Ziel, die Potenziale gemeinschaftlicher Wohnformen für die Entwicklung von Quartieren und Dörfern sowie als Bausteine generationengerechter und inklusiver Kommunen zu ermitteln. Darüber hinaus sollen gute Praxisbeispiele öffentlich bekannter gemacht bzw. ein Wissenstransfer angestoßen werden.

Auch das Petrihaus erhält eine Förderung – als eines von bundesweit 29 Projekten, die aus 300 Bewerbungen ausgewählt wurden. Gefördert wird es unter anderem wegen der partnerschaftlichen Kooperation von Akteuren aus der Wohnungswirtschaft, der Zivilgesellschaft und der Pflege. Denn eine solche Partnerschaft garantiere, so die Einschätzung der Experten, in der Regel eine größere Nachhaltigkeit, was zum Beispiel die Akzeptanz in der Bevölkerung oder die Wirtschaftlichkeit des Angebotes betreffe. Auch sei das Projekt überzeugend, da es mit den Bausteinen Beratung, Freizeitangebote, niedrigschwellige Hilfen und Pflege auf unterschiedliche Bedarfe und Bedürfnisse der Menschen im Quartier Rücksicht nehme.

Auch die Stadt Hofgeismar unterstützt das Petrihaus. Und das Land Hessen fördert das Projekt aus dem Städtebauförderungsprogramm „Aktive Kernbereiche“. Ziel des Förderprogramms in Hessen ist es, die Qualitäten von Innenstädten und Ortskernen zu stärken. Mit dem Programm werden Akteure vor Ort ermutigt, anspruchsvolle Ideen und kreative Strategien für die Projektumsetzung zu entwickeln. Dabei werden die Identität und das Alleinstellungsmerkmal der Innenstädte und Ortsteilzentren als besonderes Gut verstanden und weiter ausgebaut.

„Hofgeismar zeigt vorbildlich, wie die Bereiche Wohnen und Pflege derart verbunden werden können, dass auch Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf im ländlichen Raum in der Mitte der Gemeinschaft verbleiben können.“

Dr. Romy Reimer, FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e. V. Bundesvereinigung

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